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Das musst du über Bärlauch wissen

Die Bärlauchsaison hat bereits begonnen und dauert noch bis Ende Mai/Anfang Juni. Bärlauch ist eines der bekannten heimischen Wildkräuter.
Inhaltsverzeichnis
Bärlauch pflücken

Bärlauch bildet große Pflanzenteppiche auf halbschattigen, humusreichen, lichten und feuchten Laub- und Mischwäldern sowie Gärten und Parkanlagen aus. Um den Bestand nicht zu gefährden ist es wichtig, dass man Pflanzen nicht zur Gänze ausreißt. Sinnvoll ist es die größten Blätter zu nehmen, somit haben die kleineren noch die Chance nachzuwachsen. Beim Pflücken sollten die Blätter einzeln und ganz unten vorsichtig herausgezogen werden. 

Wie erkennt man Bärlauch?

Damit du ihn nicht mit giftigen Maiglöckchen und ebenfalls giftiger Herbstzeitlose verwechselst, hier ein paar typische Merkmale.

Bärlauch riecht nach Knoblauch, wenn du die Blätter knickst oder mit den Fingern verreibst. Seine Blätter haben einen Stiel und wachsen einzeln aus dem Boden. Die untere Seite des Blattes ist matt. Die länglichen Blattnerven verlaufen in Richtung Blattspitze. Zudem sind die Blätter sehr weich und empfindlich, klappen manchmal nach unten hin um und an der Spitze sowie an den Außenkanten rollen sie sich leicht ein. Bärlauch hat einzelne, längliche Knospen mit sternförmigen Blüten. 

Solltest du dir nicht sicher sein, ob es sich auch um Bärlauch handelt, lass bitte die Finger davon!

gepflückter Bärlauch

Bärlauch als Heilpflanze

Bereits die alten Germanen und Römer schätzten die verdauungsanregende, antibakterielle, blutdrucksenkende Wirkung des Bärlauchs. Bei Problemen mit der Verdauung, dem Stoffwechsel, der Atemwege und des Kreislaufsystems können die Beschwerden mit der Anwendung von Bärlauch gelindert werden. 

Frischer Bärlauch ist sehr gesund. Die Blätter und die Zwiebeln enthalten Schwefelverbindungen, die u.a. entzündungshemmend und antibakteriell wirken. Zudem enthalten die Blätter höhere Mengen an Vitamin C (ca. 150 mg pro 100 g), Kalzium, Magnesium und Eisen. Die gesundheitliche Wirkung des Bärlauchs verdankt dieser aber nicht nur seinen Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen, sondern auch den enthaltenen sekundären Pflanzenstoffen. 

Verwendung in der Küche

Bärlauch ist ein Heilkraut, aber auch ein Gewürzkraut. Gerade jetzt im März ist der Bärlauch noch sehr mild im Geschmack. Besonders die jungen Blätter eignen sich hervorragend für die rohe Verwendung und auch für das Pesto, welches sich großer Beliebtheit erfreut. Die Konservierung mit Öl und Salz macht den Bärlauch mehrere Monate haltbar. Von großer Bedeutung ist es hier vor der Verarbeitung die Blätter sorgfältig zu waschen. Am besten jedes Blatt einzeln abspülen und danach alle in einer Salatschleuder trocknen. Dieses Pesto stellt eine Basis für viele Gerichte dar. Aber auch für Aufstriche, Wildkräutersalate und Saucen wird frischer aromatischer Bärlauch gerne verwendet. 

Um das ganze Jahr von den Vorteilen des Bärlauchs zu profitieren, kann man den Bärlauch auch Platz sparend einfrieren. Dazu wird er gut gewaschen, mit einem Pürierstab zerkleinert und in einen Eiswürfelbehälter gefüllt. Damit nicht die ganze Gefriertruhe nach Bärlauch riecht, empfiehlt es sich, den Behälter gut zu verschließen. So hast du immer die gewünschte Größe der Portion zur Hand.  

Viele Liebhaber des knoblauchartigen Aromas schätzen auch das Bärlauchsalz. Hier werden 1 kg Natursalz und 200 Gramm Bärlauch benötigt. Nach dem Waschen und Trockenschleudern wird der in Streifen geschnittene Bärlauch zuerst mit ca. 100 bis 200 Gramm des Salzes in der Küchenmaschine vermischt. Das restliche Salz wird beigefügt und vermengt. Anschließend erfolgt die Verteilung des gesamten Gemisches auf ein mit Backpapier belegtes Backblech. Bitte an der Luft trocknen lassen.

Verarbeitungsmöglichkeiten

Bärlauchblätter kann man auf verschiedene Art und Weise in viele Köstlichkeiten integrieren. Ob als Basis für vegetarische Brotaufstriche oder als Gewürz im Kräutertopfen: Der Bärlauch verleiht dem Gericht stets seinen intensiven Geschmack. Auch als Suppe oder Spinat vermischt mit Brennnesseln und auch in Knödeln und Gnocchi verarbeitet, erfreut er sich immerwährender Beliebtheit. 

Da die Bärlauchsaison nur sehr kurz ist lohnt es sich für alle, die gut und gerne genießen, jetzt einen Vorrat anzulegen. Dem gesunden Genuss steht also nichts mehr im Wege!  

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